Arbeitsweise
Die Menschen in einer Organisation sind die ExpertInnen ihrer Arbeitssituation. Ich bin die Expertin für den Entwicklungsprozess.
Prozesshaftes Arbeiten bedeutet, die Illusion von einfachen Ursache-Wirkungs-Zusammenhängen im zwischenmenschlichen Bereich aufzugeben, in einen lebendigen Austausch zu treten und so Schritt für Schritt voranzukommen.
Ein wirksamer Prozess durchläuft folgende Stationen:
- Thema, Anliegen gründlich klären
- Analyse der Ausgangssituation
- Planung von Umsetzungsschritten
- Umsetzung
- Überprüfung der Zielerreichung und sichern von Lernerfahrungen
- Nachhaltige Integration und Fortsetzung
Ich begleite diese Schritte auf Basis meiner fachlichen Expertise als Sozialwissenschaflerin und Erfahrung als Unternehmensberaterin vor dem Hintergrund hilfreicher theoretischer Konzepte übersetzt für die praktische Anwendung.
So erschafft sich z.B. jedes System täglich neu aus der Wechselwirkung von Struktur und Handlung. Wer Entwicklung bewirken möchte, muss auf beiden Ebenen ansetzen, d.h. am Rahmen, an den Regeln und Vorgaben der Organisation und am Denken und Tun jeder einzelnen Person.
Das Gelingen von Entwicklung erfordert Vertrauen. Vertrauen von mir in das grundlegende Wollen und Können der Beteiligten sowie Vertrauen der Mitwirkenden in einem Unternehmen in mich. Vertrauen wächst da, wo man einander mit Wertschätzung begegnet. Wo man Erfahrungen, Erlebensweisen, Perspektiven des Anderen anerkennt und respektiert als Ausgangsbasis für einen gemeinsamen Weg zu einem gemeinsamen Ziel.
Darüber hinaus ist jedes Verhalten im Lichte des Rahmens (Kontextes) zu sehen und zu verstehen, in dem es sich zeigt oder zeigen soll. Es stellt sich daher zum einen die Frage, wie kann ich einzelne Menschen stärken und führen, um ein gemeinsames Ziel zu erreichen und zum anderen ist wesentlich, welchen Rahmen ich gestalten kann und muss, um ein gewünschtes Ergebnis zu ermöglichen und zu fördern. Was hier also nützt ist eine systemische Betrachtungsweise.
Eine weitere Grundlage meiner Arbeitsweise ist Partizipation. Eine Veränderung in einem System wie einem Unternehmen, lässt sich nur gemeinsam mit den AkteurInnen dieser Organisation wirksam gestalten. Was von „Außen“ oder „Oben“ kommt, ohne im Innen zu schauen und in Kontakt mit den Beteiligten zu treten, ist zum Scheitern verurteilt oder macht zumindest sehr unzufrieden. Eine gute Mischung aus orientierungsgebenden Vorgaben und Mitgestaltung macht erfolgreiche Entwicklung und gesundes Arbeiten aus.
Das menschliche Gehirn ist das zentrale Steuerungsinstrument für Denken und Tun. Weiß ich über die grundlegenden Zusammenhänge von Wahrnehmung, Kommunikation und Handlung Bescheid, kann ich menschliche Interaktion viel zielführender gestalten. So macht es einen entscheidenden Unterschied, ob der Fokus defizit- und vergangenheitsorientiert ausgerichtet ist oder lösungs- und zukunftsorientiert. Füttere ich mein Gehirn mit konkreten Bildern von dem, wo ich mich hinbewegen will, werde ich Denken und Handeln bewusst und unbewusst danach ausrichten.
Es ist mir von je her ein großes Anliegen Menschen zu verstehen und zu erkennen, wie sich Veränderungen hin zu einem Besseren anstoßen und bewirken lassen. Das Wahrnehmen, Analysieren, Reflektieren und in Zusammenhang setzen von einzelnen Faktoren hin zu einem stimmigen Ganzen ist für mich ein wunderbar zufriedenstellender Prozess, ähnlich wie aus tausend Einzelteilen systematisch ein Puzzle zusammenzusetzen.